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Robert Kiesinger ist längst kein Unbekannter in der blauen & rechtsextremen Islamhasser-Szene, doch diesmal hatte er unsere Aufmerksamkeit mit einer der widerlichsten Lügen erregt, die eindeutig der Verhetzung dient.

Er postet als Reaktion auf ein neues BIPA-Werbesujet, das u.A. eine Frau mit Kopftuch zeigt, eine Fotomontage mit den Fotos von 16 schwer misshandelten Frauen und kommentiert dies so:

„Sie wollten auch nur Mädchen sein und wurden Opfer weil sie
KEIN Kopftuch trugen.
Zusammengeschlagen und ermordet von Moslems.“

bipa

Andreas Lengauer kommentiert das mit einem .gif, in dem Charles Bronson im Film „Death Wish 4: The Crackdown“ eine Waffe abfeuert und schreibt darüber: „Moslems“.

So weit, so widerlich.
Dass Kiesingers Posting garantiert so nicht der Wahrheit entspricht, ist wohl jedem normal denkenden Menschen klar. Also machen wir uns auf die Suche nach der Wahrheit und beginnen mit der 1. Frau links oben, die uns neben den meisten anderen schon auf diversen Hetzseiten untergekommen ist: BINGO!
Das „Mädchen“ ist eine 62-jährige US-Amerikanerin, die Opfer von Polizeigewalt in den USA wurde.
Eine andere Frau wurde von ihrem eigenen (nicht-moslemischen Mann) im Rahmen eines häuslichen Streits schwer misshandelt.
Zusammengefasst: alle Frauen wurden nicht von Moslems wegen Kopftüchern misshandelt, nicht eine von ihnen wurde ermordet.
Eine Zusammenfassung von Mimikama zu diesem Posting finden Sie HIER.

Wir wagen den Vergleich zu den Novemberpogromen 1938

Was Kiesinger hier betreibt, ist eine klassische Hetz-Strategie von Rechtsextremen, die schon von den Nationalsozialisten erfolgreich angewandt wurde.
Wir wagen an dieser Stelle den Vergleich zu den Novemberpogromen von 1938:

Am 7. November 1938 ermordete der in Paris lebende siebzehnjährige polnische Jude Herschel Grynszpan, den der NSDAP angehörenden Legationssekretär Ernst Eduard vom Rath, nachdem er erfahren hatte, dass seine ganze Familie nach Zbąszyń vertrieben worden war.
-> Vom Rath war der Öffentlichkeit genauso unbekannt, wie Kiesingers 16 vermeintliche Moslem-Opfer.

Am 9. November machte Goebbels gegen 22 Uhr vor den versammelten Partei- und SA-Führern die Nachricht bekannt. Er benutzte den Tod zu einer antisemitischen Auslegung des Attentats, in der er „die Jüdische Weltverschwörung“ für den Tod vom Raths verantwortlich machte. Er lobte die angeblich „spontanen“ judenfeindlichen Aktionen im ganzen Reich, bei denen auch Synagogen in Brand gesetzt worden seien, und verwies dazu auf Kurhessen und Magdeburg-Anhalt. Er äußerte, dass die Partei nicht als Organisator antijüdischer Aktionen in Erscheinung treten wolle, aber diese dort, wo sie entstünden, auch nicht behindern werde. Die anwesenden Gauleiter und SA-Führer verstanden dies als indirekte, aber unmissverständliche Aufforderung die „spontanen“ Aktionen des „Volkszorns“ zu organisieren.

Vor 79 Jahren wurden daraufhin 400 Menschen ermordet oder in den Suizid getrieben. Über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Ab dem 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, von denen Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben.

So weit ist es heute bei uns freilich noch lange nicht, doch sind die Parallelen zwischen den Juden von damals und den Muslimen heute nicht zu übersehen.
Abgesehen vom gerade auch wieder aufkeimenden Antisemitismus, der ohnehin nie wirklich verschwunden war, besteht die Hauptparallele darin, dass heute wie damals Einzelfälle, wahr oder unwahr spielt dabei keine Rolle, einer gesamten Gruppe von Menschen als Eigenschaft zugeschrieben werden. Egal, ob Juden, Muslime, Flüchtlinge, Afrikaner.
Dass die Saat von damals, gegossen durch die rechten Hetzer von heute, gerade aufgeht, sieht man an den unzähligen Übergriffen auf Flüchtlingsunterkünfte, Moscheen, Kopftuchträgerinnen, dunkelhäutige Menschen.

 

Weitere Hetze

Ob dieses Schild echt ist, weiß ich nicht. Ist aber leider egal, der Inhalt wird tausendfach gelebt.“, meint Kiesinger auf die Frage von Kirstin Stanzel-Winkler
(einer nicht unbekannten Rechten, mit der Lebensrune – u.A. das Logo des Lebensborn – als Goldkettchen). Wie die BIPA-Montage, ist das Foto eine plumpe Fälschung und als Hetze gegen Flüchtlinge aus Afrika einzustufen.

 

Typische Verallgemeinerung „DER Islam“.

annaschublog

Kiesinger teilt hier vom berühmt berüchtigten Hetzblog „annaschublog.com“ und degradiert in seinem Wording „paaren“ Moslems zu Tieren und unterstellt ihnen Inzucht, niedrigen IQ, Gewalt und Terror.

Der Islam ist mit keiner intelligenten Lebensform kompatibel_27.10.2017

 

Wer ist Robert Kiesinger?

Robert Kiesinger dürfte keine offizielle Funktion in der FPÖ innehaben, ist aber der FPÖ Wien Liesing eng verbunden.
Er betreibt „Be GREAT„, eine Firma für „Coaching und Leadership-Training“ im
19. Bezirk und einen äußerst skurrilen Verein namens „IGNIS„, der an der selben Adresse gemeldet ist.
Und hier wird es interessant:
IGNIS – Verein zur Wahrung der Meinungsfreiheit“ entpuppt sich schnell als ein dubioser Verein, der in seinem Leitbild schreibt:

„IGNIS ist ein Verein zur juristischen Aufklärung, Beratung und zum Rechtsschutz für zu Unrecht verfolgte Mitbürger. Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut und muß unter allen Umständen geschützt werden. Jeder Bürger muß, ungeachtet seiner Überzeugung und Gesinnung, seine Meinung frei äußern dürfen ohne Angst vor Verfolgung oder Repressionen zu haben.“

Unter „Meinungsfreiheit“ ist selbstverständlich das Recht auf straffreie Hetze, wie sie Kiesinger betreibt, gemeint. Auf Facebook schreibt er zur eigens eingerichteten „Meldestelle“:

„Mehr denn je müssen wir uns vor Hetze und plumpen Beleidigungen von Links zur Wehr setzen. Die Zeiten der rotgrünen juristischen Narrenfreiheit sind zu Ende.
Meldet uns alle Vergehen.
Wir werden uns diese genau anschauen, juristisch überprüfen und gegebenenfalls entsprechend dagegen vorgehen.
Egal ob Du angegriffen wirst oder etwas im Netz entdeckt hast, informiere uns. Wir haben eine eigens dafür eingerichtete Meldestelle unter: http://www.ignis.help/meldestelle/
Wir verteidigen die Meinungsfreiheit! Sei dabei.“

Auf der IGNIS-Homepage dazu:

„Haben Sie eine Internetseite (zB. Hass-Seite des IS, oder eine beleidigende Seite der Antifa) oder ein Hass-Posting, eine Beleidigung oder Verleumdung in einem Sozialen Netzwerk entdeckt?“

Wie zu erwarten, interessiert ihn die eigene Hetze gegen Muslime, Linke und Personen wie die Journalistin Ingrid Brodnik, SOS Mitmensch, das DÖW – Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes herzlich wenig.
Viel mehr will er rechten Hasspostern juristischen Beistand bieten und bietet auch Workshops und Vorträge an, u.A. für Bildungsinstitute wie das „Freiheitliche Bildungsinstitut“.

Vortrag Oberwaltersdorf 2.9.2017

Seine Hetze gegen Kritiker seiner Hetze, „Feinde der Meinungsfreiheit“ genannt, sieht dann so aus.

000_M

Ignis FB Ingrid Brodnik

DÖW - AULA 28.4.2017

Dieses Gerichtsurteil gegen den AULA-Verlag, das eine gerichtlich bestätigte Sachverhaltsgrundlage für die Anschuldigungen gegen das DÖW belegen soll, geistert immer wieder durch rechte und antisemitische Medien.
Hier die Richtigstellung seitens des DÖW [LINK]
Hier die Aufarbeitung von SOS Mitmensch zur Finanzierung der AULA durch die FPÖ [LINK]

IGNIS (Kiesinger) teilt hauptsächlich von einschlägig bekannten
„alternativen Medien“ wie:
Wochenblick.at
Info-DIREKT
Unzensuriert.at (Wallraff-Doku „Undercover bei Unzensuriert“)
Epochtimes.de
Jungefreiheit.de
Journalistenwatch.com
Andreas-Unterberger.at
Heute.at
RT-Deutsch
SputnikNews
fisch+fleisch

Kiesingers Affinität zu Waffen, liberalem Waffenrecht und „Selbstverteidigung“ zusammen mit seiner Hetze lassen aufhorchen. Unter Anderem gefallen ihm auf Facebook:
Glock Porn
Glock Tactical
GRA – German Rifle Association
Guntastic
Hera Arms Germany
Hera Arms USA
I´m A Proud Gun Owner
IWÖ Interessengemeinschaft Liberales Waffenrecht in Österreich
Modern Combat & Survival
NFVÖ – Nationaler Feuerwaffenverein Österreich
TCA – Tactical Combat Academy AT
Waffenbesitzkarte – psychologisches Gutachten

und wie auch Harald Vilimsky die
NRA – National Rifle Association, jene US-Waffenlobby, die für tausende Tote durch legale Feuerwaffen in den USA verantwortlich zeichnet.
Das GUN VIOLENCE Archive listet jährlich die Opfer von Schusswaffen in den USA auf –
unter den Facebooklikes von Robert Kiesinger ist es wenig überraschenderweise nicht zu finden.

 

Dies sind die Verbindungen, zu denen Kiesinger Kontakte pflegt:
akademische Burschenschaft Gothia zu Salzburg
akademische Mädelschaft Iduna zu Linz
Arminia Czernowitz
Burschenschaft Wiking
pennale Burschenschaft Ghibellinia zu Wien
pennale Mädelschaft Sigrid zu Wien
Wiener akademische Mädelschaft Nike

 

Die hier veröffentlichten Postings entstammen gerade einmal einem
Zeitraum von 1 Woche.
Noch Fragen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Kommentar zu “ROBERT KIESINGER Die Hetze des FPÖ-Coaches

  1. Pingback: ROBERT KIESINGER - Die Hetze des FPÖ-Coaches » dokmz

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