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Wenn man HC Strache eine „Nähe zum nationalsozialistischen Gedankengut
lt. Gerichtsurteil nachsagen darf, wie darf man erst den oberösterreichischen Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) nennen, der am 16.11.2016 den 1. FPÖ-Parteiobmann und ehemaligen SS-Brigadeführer Anton Reinthaller im Rahmen eines Festaktes ehrt?

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Facebookeintrag der FPÖ Ried im Innkreis – Anton Reinthaller falsch geschrieben.

 

Manfred Haimbuchner, selbst seit 2007 stellvertretender Vorsitzender des Witikobund Österreichs und Mitglied der Studentenverbindung Corps Alemannia Wien zu Linz, ehrt das NSDAP-Mitglied Reinthaller, das 1938 der SS beitrat, zuletzt den Ehrentitel SS-Brigadeführer trug und von April 1938 bis Kriegsende Reichstagsabgeordneter war.

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Manfred Haimbuchner bei der Ehrung des 1. FPÖ Parteiobmanns, SS-Brigadeführer Anton Reinthaller

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Laut einem Protokoll der Gendarmerie war für sein familiäres Umfeld charakteristisch, dass die Ehefrau Theresia Reinthaller zusammen mit Margarethe von Pausinger (zwei streng nationalsozialistisch eingestellte Frauen) am 30. Dezember 1939 den Berliner Maler Fritz Wingen, der in Lambach auf Besuch war, bei der Gendarmerie denunzierte, da er gesagt haben soll, „Deutschland mit der heutigen Regierung (werde) noch ganz auf den Hund kommen„. Diese Denunziation hatte zur Folge, dass Wingen vom Sondergericht Linz nach dem „Heimtückegesetz“ als „Volksschädling“ zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt wurde.

ARCHIVBILD - ANTON REINTHALLER

Am 7.4.1956 wurde Anton Reinthaler am Gründungsparteitag der FPÖ zum 1. Obmann ernannt. Am Foto zu sehen mit der Kornblume, dem Erkennungszeichen der österreichischen Mitglieder, der im Zeitraum von 1933 bis 1938 verbotenen NSDAP.

 

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Links ein Plakat von 1956 zu einer Rede von Reinthaller in Salzburg. Rechts der Eintrag zu SS-Oberführer Anton Reinthaller im „Allbuch“, einer Neonazi-Version von Wikipedia

 

Am 6.3.1958 verstarb Anton Reinthaller an Lungenkrebs. Am 10.4.1958 wurde Friedrich Peter am dritten ordentlichen Parteitag der FPÖ als sein Nachfolger zum Bundesparteiobmann gewählt.
Friedrich Peter war bereits 1938 der NSDAP beigetreten und meldete sich freiwillig zur Waffen-SS.

2012 ehrte HC Strache das VdU Gründungsmitglied Otto Scrinzi als „freiheitliches Urgestein… …das die Werte unserer Gesinnungsgemeinschaft immer gelebt hat.“
Otto Scrinzis Werte waren unter anderem die  Mitgliedschaft in der NSDAP, der Rang eines SA-Sturmführers etc.

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Abschließend kann gesagt werden, dass bis heute keine glaubhafte Distanzierung der FPÖ vom NS-Gedankengut und ihrer tiefbraunen Parteigeschichte festgestellt werden kann.
Im Gegenteil, outet sich die FPÖ immer öfter als NSDAP-Nachfolgepartei und zeigt ihren völkischen Charakter wie z.B. im Machwerk „Für ein freies Österreich“ von Michael Howanietz, für das Norbert Hofer als Herausgeber fungiert und er, sowie HC Strache ein Vorwort verfassten.
Die Bezeichnung „rechtspopulistisch“ ist eine gefährlich verharmlosende Bezeichnung für diese Partei und besonders für einige ihrer Funktionäre, da sie immer öfter für ein Tatsachensubstrat sorgen, das eine Demokratiegefährdung eindeutig belegt und Art. 9 und 10 des österreichischen Staatsvertrages „alle nationalsozialistischen Organisationen aufzulösen und keine Wiederbetätigung von nazistischen und faschistischen Organisationen zuzulassen“, unserer Meinung nach deutlich widerspricht.

 

 

 

3 Kommentare zu “Haimbuchner ehrt SS-Brigadeführer

  1. Die FPÖ ist noch immer eine Nazipartei! Da kann Norbert GERWALD (diesen Vornamen gaben nur Eltern, die damit was mitteilen wollten) Hofer noch so sehr sein Geburtsdatum beschwören. Er ist ein in der Wolle (braun) gefärbter Rechter!

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  2. Unfassbar das sowas im 21. Jhdt noch möglich ist, das man öffentlich einen SS Offizier ehren darf? Das ist sowas von abscheulich zum speiben! Was wird denn der Hr. Hofer dazu sagen? Damit haben sie sich ins Abseits manövriert. Ich hoffe das viele FPÖ Wähler und Mitglieder nun endlich wach werden!

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  3. Herr Odin Maier!
    Nur wer das eigene Volk (und die eigene Sprache) verachtet, kann solche Argumente für beachtenswert halten.

    Unfaßbar!
    Ein Odin Maier kritisiert die Eltern (deutscher Zunge), weil sie ihrem Kinde einen deutschen Vornamen gaben!

    Unsere Sprache ist nun mal deutsch!
    Und somit sind deutsche Vornamen abslut nichts Ungewöhnliches!

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