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Wieder einmal bedient sich ein FPÖ-Politiker eindeutiger NS-Diktion[1].
Nicht dass das etwas Neues bei dieser Partei wäre, fällt aber gerade in den letzten Monaten auf, dass bestimmte Wörter aus der NS-Zeit im normalen Sprachgebrauch des gemeinen FPÖ-Wählers Anwendung finden.
Nicht nur Altkameraden wie der vermutlich wegen seiner Rolle bei der Neonazi-Website „alpen-donau.info“ von der FPÖ ausgeschlossene und wegen Verhetzung verurteilte Werner Königshofer verwenden den Ausdruck „Volksverräter“ ständig, wird er in letzter Zeit für so ziemlich jeden verwendet, der nicht der nationalen Gesinnung der Freiheitlichen entspricht.

Im Fall von Markus Ripfl, FPÖ Gemeinderat Orth an der Donau, RFJ Landesgeschäftsführer Niederösterreich, RFJ Bezirksobmann Gänserndorf und RFS Uni Wien Obmann, geht es um eine Kundgebung der FPÖ in Marchegg, bei der – nach Meinung der FPÖ – die einzige Lösung für die Flüchtlingsproblematik, der sofortige Aufnahmestopp – also Grenzen dicht – gefordert wird.
„Außerhalb der EU Asyllager errichten, um schon dort die Wirtschaftsflüchtlinge auszusortieren“, fordert Markus Ripfl, um sich 9 Stunden später auf seiner Facebook-Seite über das „Volksverräter-Trio“ bestehend aus Politikern von SPÖ, ÖVP und Grünen zu mokieren, die es tatsächlich wagen, dem Buben in Form von Reden bei der Gegendemonstration Kontra zu geben.

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Dass es sich bei Ripfl um keinen Ausrutscher, sondern Ausdruck seiner rechtsextremen Gesinnung handelt, beweisen Auftritte und Erwähnungen unter anderem bei der 2. Pegida-Kundgebung in Linz am 21.2.2015 in Linz, wo er sich mit Edwin Hintsteiner, dem Obmann der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ Salzburg, sehen ließ.

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li. Edwin Hintsteiner, re. Markus Ripfl bei Pegida in Linz am 21.2.2015

Hintsteiner ist auch kein Unbekannter in der österreichischen Neonazi-Szene, war er unter dem Usernamen „Frundsberg“ im mittlerweile geschlossenen Neonaziforum alpen-donau.info äußerst aktiv und dürfte hinter der, aus derzeit nur einer Startseite bestehenden Neuauflage, stecken. Die Seite vertreibt Solidaritäts „T-Hemden“ in einem, den von den Identitären T-Shirts vertriebenen, nicht unähnlichen Design. Die Schrift auf der alpen-donau.info ähnelt sehr stark der, die die Identitären als Hauptschrift verwenden.
Die Seite dürfte aber nicht besonders oft gewartet werden, da dort Felix Budin, noch immer neben Wolfgang Küssel und Wilhelm Christian Anderle als „nach dem menschenrechtswidrigen § 3g Verbotsgesetz“ Inhaftierter geführt wird. Budin wurde im Februar 2015, knapp zwei Jahre vor auslaufen seiner Haftstrafe entlassen.

Neuauflage der

Neuauflage der „Heimseite“ alpen-donau.info

Schriftvergleich: oben v. alpen-Donau.info - unten von einem Flyer der Identitären

Schriftvergleich: oben v. alpen-donau.info – unten von einem Flyer der Identitären

Zurück zu Markus Ripfl. Im April 2015 wurden der „NÖN“ zwei Fotos zugespielt[2], worauf er auf einem vor einer Keltenkreuz-Fahne posiert – das Foto mit der in Deutschland verbotenen Fahne dürfte ca. 4 Jahre alt sein und wurde bei einem Fußballmatch im ungarischen Sopron aufgenommen.

Markus Ripfl (re.) bei einem Fußballmatch in Sopron - ca. 2011

Markus Ripfl (re.) bei einem Fußballmatch in Sopron – ca. 2011

Das zweite, etwas ältere Foto zeigt Ripfl mit Kühnengruß an einem unbekannten Ort.

Markus Ripfl beim Kühnengruß

Markus Ripfl beim Kühnengruß

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[1] http://www.lexikon-drittes-reich.de/Volksverrat
[2] http://www.noen.at/nachrichten/lokales/aktuell/gaenserndorf/Kuehnengruss-und-Keltenkreuz-Wirbel-um-FP-Funktionaer;art2633,622261#

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